Schloss Zichy

Die Siedlung Nagyszőlős (Somlószőlős) gehörte ab Anfang des 18. Jahrhunderts zum Gut Nagyvázsony (militärisch auch schon davor) und war im Besitz der Familie Zichy.

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Nach 1724 gelang die Kirche aus der Árpáden-Zeit ins Eigentum der Katholiker. Im Jahre 1725 begann man die Renovierung nach der Anweisung vom Graf János Zichy. Vom 14. Jahrhundert bis zum Ende des 15. Jahrhundert gehörte Nagyszőlős der Familie Vezsenyi. Ab dieser Zeit gibt es einen Hinweis dafür, dass ein Herrenhaus an der Stelle des heutigen Schlosses stand.

1850 wurde ein einstöckiges, mit englischem Graben versehenes Schloss im romantischen Stil auf der Stelle des Herrenhauses gebaut. Dieses Gebäude von beweglicher Masse und mit asymmetrischem Grundriss ist ein frühes Denkmal der ungarischen gotisierenden Romantik mit Einwirkung der englischen Romantik. Wahrscheinlich wurde auch der Schlosspark am Ende der 1870-er Jahre umgebaut.

Zuletzt gehörte das Schloss dem Baron Konrád Watzdorff, der am 22. August 1844 in Dresden geboren ist und am 28. Mai 1922 in Somlószőlős in der Zichy-Gruft beerdigt wurde (seine Frau war Emilia Zichy-Ferraris, 1847 – 1935). Das Schloss und das Gut wurden wegen der Schulden der Familie Watzdorff im Jahre 1936 versteigert und sie übergingen ins Eigentum des Dorfes. Das Gut wurde in kleineren Teilen gekauft, das Gebäude wurde nach der mehrfachen Nutzung (Rat, Kindergarten, Kornspeicher) im Jahre 1999 verkauft.

GPS Koordinaten

Nord: 47.167834000; Ost: 17.362641000;